Sonntag, 8. Mai 2016


Husar vom Husaren-Regiment v. Natzmer  (H4)



Dieses Regiment war 1741 zunächst als Ulanen-Regiment gegründet worden. Wenig später wandelte man die sechs Eskadrons in ein Husaren-Regiment um, sie verloren ihre Lanzen. Wegen ihrer  weißen Uniform rief man sie scherzhaft die “Bäh-Lämmer“, die aber ordentlich ihren Dienst versahen. Der Pelzvorstoß des Dolman war wohl bis 1752 schwarz, ebenso trug man bis 1752 auch mindestens teilweise Pelzmützen.

Der spätere Generalmajor Georg Christoph v. Natzmer führte das Regiment von 1741-51 und bildte ein fein gebildetes Offizierskorps heran, darunter auch den berühmten Wilhem von Seydlitz (1743 bis 1752).  

Sonntag, 19. Januar 2014

Erinnerung an große Taten


Als alter Mann sitzt der große König auf der Terrasse, genießt die Wärme der untergehenden Sonne und erinnert sich der großen Taten der schlesischen Kriege. So kann man die Spezialmotive komprimiert zur Geltung bringen.




obere Reihe von links:
- Parade in Potsdam (Camphausen)
- mit seinem Lieblingshund Biche verbirgt er sich unter einer Brücke (Röchling)
- nach der verlorenen Schlacht von Kolin bietet ihm ein Kürassier Wasser an (Knötel)
- vor Leuthen (Mattschaß)

untere Reihe von links:
- auf seinem Schimmel (Camphausen)
- letzte Sonnenstrahlen auf der Terasse von Sanssouci (Röchling)
- am Lagerfeuer vor Liegnitz (Röchling) 

Samstag, 18. Januar 2014

Spandauer Manöver   
  
Die Spandauer Manöver waren mit mehr als 40.000 Soldaten aus Berlin, der Mark Brandenburg sowie Magdeburg und Halberstadt die größten ihrer Zeit. Eine weiträumige Absperrung des Geländes schützte vor den neugierigen Augen der feindlichen Beobachter. Das kriegsmäßige Üben ging weit über die üblichen Herbstmanöver mit den Besichtigungen der Regimenter hinaus. Die Armee lagerte en bataillé in zwei Treffen mit Front zum imaginären Feind, dessen Positionen mit Fähnchen abgesteckt wurden. Jeden Tag wurden andere kompliziere Manöver geübt. Die Pläne, die im Digitalen Archiv in Marburg verfügbar sind, geben ein sehr gutes Bild davon. Bei Jany und anderen Schriftstellern werden die Abläufe detailliert beschrieben.

Gemäß den verfügbaren Unterlagen kann man genau nachvollziehen, welche Bataillone an dem Manöver 1753 teilgenommen haben. Auch ist bekannt, welche Offiziere aus anderen Provinzen zur Ausbildung dazu traten.

Wenn man sich ein großes Lager wie eine "Pizza-Scheibe" vorstellt, so schneide ich nun einen Streifen von einem Vorposten bis zum nächsten und reihe die Regimenter in etwa so wie sie auch im Lager gelegen haben in verschiedene Szenen des Manövers ein. Vom rechten Vorposten bis zum linken Piquete: Es wird in den Zelten gelagert, die Artillerie repariert im Fuhrpark, man übt das auf einander mit gefälltem Gewehr zu stoßen (natürlich bricht man vorher ab), man drillt die Züge im Schießen mit Platzpatronen, die Kavallerie wäscht die Pferde oder man wartet in Aufstellung auf die Revue. Gestreng nach dem Motto, das Militär übt alles vorher, bevor es in der Schlacht zur Anwendung kommen soll. Man neigt nicht zum Improvisieren.

Gemäß der Liste der teilnehmenden Regimenter, werden die Figuren und Themen gewählt. Leider fehlen damit einige der so farbenfrohen Husaren-Regimenter. Über Uniform und Ausrüstung bis zu den Formen der Vorposten wird alles nach den Unterlagen des Reglements dargestellt, wie es kriegsmäßig geübt werden würde. Wenn man die bekannten Tagesabläufe des Manövers liest, so ist nicht jede Stunde genau beschrieben und genau diese zeitlichen Zwischenräume fülle ich nun mit etwas Phantasie. Kommen Sie mit auf diese Revue des preußischen Militärs zur Zeit Friedrich des Großen.